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Geschichte der Internationalen Werkstattwoche


seit 1991



„Eine Vereinigung kann es niemals von oben nach unten geben, sie muss immer von unten wachsen. Aus Anlass der deutsch-deutschen Vereinigung wollte ich nun etwas tun für eine zwischenmenschliche Vereinigung. Wir haben alle unterschiedliche Erfahrungen. Während dieser Wochen können wir ein größeres Verständnis füreinander entwickeln: künstlerisch, menschlich, international.“
      Klaus Finger, 1997

„Die Künstlergruppe war bald zu einem Teil der Stadt Wittingen geworden. Die Maler, die tagsüber irgendwo mit ihrer Staffelei saßen und ein Stück Landschaft oder ein reizvolles Gebäude festhielten, wurden von der Bevölkerung aufgespürt. Man schaute ihnen über die Schulter, erlebte mit, wie ein Malerauge die Heimat erfasst. Diese Aufgeschlossenheit und das Angenommensein beflügelte die Künstler in ihrem Tun.“
     Barbara Berger, 2001

Nach der Öffnung der Grenze 1989 suchte Klaus Finger (1941 bis 1999), ein Künstler aus der Altmark, den Kontakt zu Gleichgesinnten in der Bundesrepublik. In der damaligen Vorsitzenden des Wittinger Kulturvereins, Barbara Berger (1925 bis 2010), fand er eine engagierte Unterstützerin. Fünf Künstlerinnen und Künstler aus Ost und West arbeiteten gemeinsam Ostern 1990 in einer Wittinger Lagerhalle der Firma Neef + Stumme.

Die Stadt Wittingen übernahm darauf die Trägerschaft der von Klaus Finger organisierten und vom Kulturverein Wittingen und Barbara Berger veranstalteten 1. Internationalen Werkstattwoche für Maler und Grafiker, die im Juli 1991 in Lüben durchgeführt wurde. Erstmalig 1998 wurden entstandene Werke im Ausland, in Tschechien, präsentiert. Seitdem gab es Auslandsausstellungen auch in Lettland, Polen, Österreich und in den Niederlanden, wo 2012 die Künstlervereinigung Van-Tynaarlo, inspiriert durch ausgewählte Ergebnisse der 11. Werkstattwoche, Arbeiten schuf, die 2013 auch in Lüben zu sehen waren.

Von 2001 bis 2017 war Ursula Brüns Vorsitzende des Kulturvereins Wittingen und leitete gemeinsam mit einem Organisationsteam die 7. bis 14. Internationalen Werkstattwochen. 2003 wurde zum ersten Mal der Schülertag veranstaltet, der interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bietet, mit den Künstlerinnen und Künstlern zu arbeiten.

2017 übernahm Stefanie Barnieske den Vorsitz des Kulturvereins Wittingen. Die 15. Internationale Werkstattwoche 2019 wird unter der Leitung von Regina Oldenburg von einem neu aufgestellten hochmotivierten Team organisiert und durchgeführt.


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IWW Orgateam, 2018 | Foto: Hagen Oelker

Die 15. Internationale Werkstattwoche in Lüben wird vorbereitet vom neuen Organisationsteam unter der Leitung von Regina Oldenburg.


Entwicklung und Meilensteine der Werkstattwoche


1991: 1. Internationale Werkstattwoche Lüben
14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 4 Ländern:
Ägypten, Deutschland, England, Polen

1993: 2. Internationale Werkstattwoche Lüben
14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 4 Ländern:
Ägypten, Deutschland, Polen, Schweiz

1995: 3. Internationale Werkstattwoche Lüben
22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer 7 Ländern:
Ägypten, Deutschland, Japan, Lettland, Polen, Österreich, Schweiz

1997: 4. Internationale Werkstattwoche Lüben
18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 5 Ländern:
Ägypten, Deutschland, Lettland, Österreich, Tschechien

1999: 5. Internationale Werkstattwoche Lüben
28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 8 Ländern:
Ägypten, Deutschland, Lettland, Niederlande, Polen, Österreich, Schweiz, Tschechien

1998: Erste Auslandsausstellung in České Budějovice (Budweis), Tschechien

2001: 6. Internationale Werkstattwoche Lüben
30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 11 Ländern:
Ägypten, Deutschland, Japan, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Polen, Österreich, Schweiz, Tschechien

2003: 7. Internationale Werkstattwoche Lüben
24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 11 Ländern:
Ägypten, Deutschland, Georgien, Irland, Japan, Lettland, Niederlande, Polen, Österreich, Schweiz, Tschechien
Erster Schülertag im Rahmen der Internationalen Werkstattwoche

2004: Auslandsausstellung in České Budějovice (Budweis), Tschechien

2005: 8. Internationale Werkstattwoche Lüben
28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 Ländern:
Ägypten, Dänemark, Deutschland, Georgien, Japan, Lettland, Niederlande, Polen, Österreich, Schweden, Schweiz, Tschechien

2006: Auslandsausstellung in Koknese und Riga, Lettland

2007: 9. Internationale Werkstattwoche Lüben
25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 Ländern:
Ägypten, England, Deutschland, Georgien, Japan, Lettland, Niederlande, Polen, Österreich, Russland, Schweden, Tschechien

2008: Auslandsausstellung in Radom, Polen

2009: 10. Internationale Werkstattwoche Lüben
Leitmotiv: „Kraftlinien“

23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 11 Ländern:
Ägypten, Deutschland, Georgien, Italien, Japan, Lettland, Niederlande, Polen, Österreich, Russland, Tschechien
Erstmals Teilnahme von Schulabgängern und/oder Studierenden.

2010: Auslandsausstellung in Bad Ischl, Österreich

2011: 11. Internationale Werkstattwoche Lüben
Leitmotiv: „Schrille Stille“

25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 11 Ländern:
Ägypten, Bulgarien, Deutschland, Georgien, Israel, Italien, Japan, Lettland, Niederlande, Polen, Russland

2012: Auslandsausstellung in Vries, Yde und Bunne, Gemeinde Tynarloo, Niederlande

2013: 12. Internationale Werkstattwoche Lüben
Leitmotiv: „Grenzen - grenzenlos?"

24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 Ländern:
Ägypten, China, Deutschland, Georgien, Israel, Italien, Japan, Niederlande, Österreich, Polen, Russland, Taiwan

2015: 13. Internationale Werkstattwoche Lüben
Leitmotiv: „Deutung von Licht“

23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 Ländern:
Ägypten, Brasilien, China, Deutschland, Georgien, Israel, Italien, Japan, Niederlande, Polen, Russland, Taiwan

2016: Auslandsausstellung in Radom, Polen

2017: 14. Internationale Werkstattwoche Lüben
Leitmotiv: „reduzieren“

21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 Ländern:
Ägypten, Brasilien, China, Deutschland, Georgien, Israel, Italien, Lettland, Niederlande, Polen, Russland, Taiwan