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Auslandsausstellungen

Internationale Werkstattwoche
„on the road“



Erstmalig 1998 wurden während der Internationalen Werkstattwoche entstandene Werke im Ausland, in Tschechien, präsentiert. Die Initiative dazu kam aus den Kreisen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und wurde vom Wittinger Kulturverein mit großem Einsatz aufgenommen und unterstützt. Seitdem gab es Auslandsausstellungen auch 2006 in Lettland, 2008 in Polen, 2010 in Österreich und 2012 in den Niederlanden, wo die Künstlervereinigung Van-Tynaarlo, inspiriert durch ausgewählte Ergebnisse der 11. Werkstattwoche, Arbeiten schuf, die 2013 auch in Lüben zu sehen waren. Im Oktober 2016 wurde die zweite Auslandausstellung in Polen, hier wiederum in Radom, eröffnet.

Der Kulturverein Wittingen bietet Besuche dieser Ausstellungen mittlerweile im Rahmen seiner Kulturfahrten zusammen mit dem Reiseunternehmen Admiral-Reisen GmbH an. Interessierte Bürger der Region können dabei zusammen mit den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern zu den Ausstellungen reisen und erhalten einen sehr persönlichen Einblick in das jeweilige gastgebende Land, seine Kultur und seine Bevölkerung.

Die Auslandsausstellungen finden für gewöhnlich im Folgejahr nach einer Werkstattwoche statt. Informationen zu geplanten Kulturfahrten entnehmen Sie bitte den Ankündigungen des Wittinger Kulturvereins und der lokalen Presse.



An dieser Stelle sei herzlich gedankt allen gastgebenden und organisierenden Künstlerinnen und Künstlern, unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern, sowie den Ausstellungs- und Transport-Fachleuten des Wittinger Kulturvereins, die für den reibungslosen Ablauf der Fahrten sorgen.

Werke der 13. Internationalen Werkstattwoche Wittingen/Lüben zu Gast in Polen
Auslandsreise des Kulturvereins Wittingen vom 20. bis 23.10.2016

Als krönender Abschluss der Ausstellungsreihe der 13. Internationalen Werkstattwoche "Deutung von Licht" entpuppte sich die Auslandsreise nach Radom in Polen, wo eine Auswahl der Arbeitsergebnisse aus dem Spätsommer 2015 noch bis zum Frühjahr im Jan Kochanowski-Theaters zu sehen sein wird. Die Ausstellung wurde initiiert von Professor Andrzej Markiewicz, Dekan der lokalen Kunst-Fakultät, der an jeder der bisherigen Werkstattwochen teilgenommen hat und nun bereits nach 2008 zum zweiten Mal nach Radom einlud.

In aller Frühe machten sich am 20. Oktober zehn Mitglieder des Kulturvereins, Künstler und Helfer auf, um die Werke zu unseren östlichen Nachbarn zu bringen. In Radom angekommen, lud Theaterdirektor Zbigniew Rybka zunächst als Hausherr zum Abendessen und Kennenlernen in die Kantine des Theaters ein. Am nächsten Tag wurde die Ausstellung arrangiert und unter Mitwirkung der Theatermitarbeiter gehängt. Kurator der Ausstellung ist Dr. Lukasz Rudecki, der ebenfalls bereits mehrfach Teilnehmer des Künstlersymposiums in Lüben war. Abends war die Reisegruppe zu Gast bei der Eröffnung einer Galerieausstellung von Izabela Kita und Andrzej Brzegowy, die Malerei und Skulpturen zegten. In fröhlicher Runde klang der Abend in einem Restaurant aus.

Der Samstag stand zur freien Verfügung, bis um 18 Uhr im Theater das diesjährige Gombrowicz-Festival mit dem Stück "Die Trauung" eröffnet wurde. Direkt im Anschluss an das auch für die nicht-polnischsprachigen Gäste beeindruckende Theatererlebnis wurde auf offener Bühne vor ca. 400 Zuschauern die Lübener Ausstellung durch Zbigniew Rybka, die Kulturvereinsvorsitzende Ursula Brüns und die künstlerische Leiterin der Werkstattwoche, Doris Weiß, eröffnet. Brüns und Weiß erinnerten dabei an die Grundidee der Werkstattwoche, den Gedanken der Völkerverständigung durch Austausch und gegenseitiges wohlwollendes Interesse. Gerade in unseren unruhigen politischen Zeiten sei dies wichtiger denn je. Grußworte kamen auch von Professor Markiewicz und Radosław Witkowski, Bürgermeister der Stadt Radom. Im Anschluss bat Rybka geladene Gäste zum Empfang in die Foyers, in denen die Werke aus Lüben ausgestellt werden. In kleiner Runde endete der Abend für die Gäste aus dem Isenhagener Land und Freunde aus der Theaterszene im Büro des Theaterdirektors, charmant simultan übersetzt vom Schauspieler Piotr Kondrat. Am Sonntag erfolgte die Rückreise nach Wittingen, wo alle Reisenden wohlbehalten gegen 19 Uhr eintrafen.

Die Gäste aus Wittingen bedanken sich für die herzliche Gastfreundschaft der polnischen Gastgeber. Wie Prof. Markiewicz in einer Rede in Lüben 2005 ausführte: "Zur Vereinigung Europas in Lüben 1991 reichten guter Wille und Menschen, die bereit waren, Zeit miteinander zu verbringen. Um Großes zu bewirken, muss man im Kleinen beginnen.“