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Kulturfahrten


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„ Schrille Stille ---- Vervreemde Stilte“ —


Kulturfahrt in die Niederlande 2012


Unter Leitung ihrer Vorsitzenden Ursula Brüns begaben sich 40 Mitglieder und Gäste des Kulturvereins Wittingen, darunter 9 Künstler/innen der Internationalen Werkstattwoche vom 31. Juli bis zum 4.  August  auf Kulturreise in die Niederlande. Die Gruppe folgte einer Einladung der Künstlerinnen Hieke Veenstra und Diek Boerman. Als mehrmalige Teilnehmerinnen der Werkstattwoche organisierten sie die Ausstellung der in Lüben entstandenen Arbeitsergebnisse der 11. Werkstattwoche an 4 unterschiedlichen Orten in ihrer Heimat.

Damit wurde die Tradition, die Arbeitsergebnisse der Werkstattwochen auch im Ausland zu präsentieren fortgesetzt. In der Vergangenheit haben bereits Ausstellungen in Budweis/Tschechien, in Riga/Lettland, Radom/Polen und Bad Ischl/ Österreich stattgefunden.

Die gastgebenden Künstlerinnen bereiteten uns einen herzlichen Empfang in ihrer Galerie und Privathaus. Hier war ein Teil der Lübener  Bilder ausgestellt sowie Arbeiten niederländischer Kinder. Auch sie hatten Kunstwerke angefertigt, inspiriert durch das Thema der 11. Werkstattwoche: „Schrille Stille“. Wir konnten uns in dem hübschen Anwesen umsehen und einen umfassenden Eindruck von der Arbeit der Künstlerinnen gewinnen.

Am nächsten Tag starteten wir bei bestem Wetter zu einer Tagesfahrt durch die holländische Polderlandschaft. Wir waren begeistert von der weitläufigen Landschaft mit dem weiten Horizont und den hübschen  mit Reet gedeckten Landhäusern mit den gepflegten, parkähnlichen Gärten. Beeindruckend war die Führung auf der inzwischen vom Land umgebenen ehemaligen Insel Schokland, heute Weltkulturerbe. Hier wurde deutlich, dass ein noch immer währender Kampf gegen das Wasser geführt wird. Abschluss des Tages bildete der Besuch des malerischen Fischerstädtchens Urk am Ijsselmeer. Nach einem Bummel durch Gassen und Hafen genossen alle eine köstliche Fischmahlzeit.

Der folgende Tag stand ganz im Zeichen der Kunst. Wir besuchten ein Museumsdorf im nahe gelegenen Orvelte. Hier hatte Mirko Radtke, ein Teilnehmer der Werkstattwoche, auf Einladung  des „Grafisch Proeflokal“ 10 Tage künstlerisch vor Ort gearbeitet. Die Direktorin des Grafikmuseums Eline Krottje eröffnete die Ausstellung dieser Arbeitsergebnisse und lud anschließend zu einer  niederländischen Kaffeetafel mit dem landestypischen Rosinenstuten in ein idyllisches Restaurant ein. Am  Nachmittag wurde dann die Hauptausstellung der Lübener Werkstattwoche im Rathaus von Tynaarlo von Bürgermeister F. van Zuilen feierlich eröffnet. Als Erinnerung erhielten die 11 anwesenden Künstler/innen Tulpen, die nie welken, kunstvoll aus Holz gestaltet.

Am nächsten Morgen starteten wir zu einer Stadtbesichtigung der Universitätsstadt Groningen. Anlaufpunkt war sowohl die historische Altstadt als auch das Kunstmuseum mit seiner modernen Architektur und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.

Am Nachmittag wurde die 4. Teilausstellung in der „Melkfabrik“ in Bunne durch die Direktorin des “Zentrums für Bildende  Kunst Dreenthe“ eröffnet. Hier wurden außer den Lübener Exponaten auch Kunstwerke von 11 niederländischen Künstler/innen  der Künstlervereinigung VAN TYNAARLO gezeigt. Die Künstler/innen waren in einen Dialog mit den Arbeiten der Internationalen Werkstattwoche getreten und hatten das Thema „Schrille Stille — Vervreemde Stilte“ auf ihre Weise bearbeitet.

Völkerverständigung durch Kunst und mit Kunst war hier eindrucksvoll erfahrbar. Künstler, Besucher und Mitreisende kamen gemeinsam ins Gespräch. Weiterer Gedanken- und  Arbeitsaustausch wurde angebahnt.

Am Rückfahrttag wurde als letzte Station die Stadt Emden angesteuert. Je nach Interessenlage konnte man die Stadt, den Hafen und die Kunsthalle in Augenschein nehmen.



Dann waren 5 Tage, prall gefüllt mit Eindrücken von Land, Leuten und Kunst, zu Ende. Ein Programm, das perfekt vorbereitet und durchgeführt wurde von den niederländischen Künstlerinnen Hieke Veenstra und Diek Boerman und der  Kulturvereinsvorsitzenden Ursula  Brüns

Wir konnten eine überaus herzliche Gastfreundschaft genießen.  Dies alles war nur möglich durch die internationale Vernetzung der Kunstschaffenden der Werkstattwoche und die großzügige Unterstützung der niederländischen Sponsoren sowie durch den Kulturverein Wittingen.

Herzlichen Dank   -- dank u wel !  Wir freuen uns auf das
12. Internationale Künstlersymposium im nächsten Jahr.

Ein Bericht von Doris Weiss, einer Künstlerin aus Wolfsburg